DIE GESCHICHTE VON ENDURISTAN

ENTSTANDEN IM SAND. GEBAUT IM SCHUPPEN.

Wir haben Enduristan nicht gegründet, um einfach Dinge zu verkaufen. Wir haben es gegründet, weil wir es leid waren, unser Gepäck immer wieder am Lagerfeuer zusammenzuflicken.

JULI 2000 SAHARA, TUNESIEN

DIE SAHARA: AUF DIE HARTE TOUR

Im Sommer 2000 brachen David und Isabel – ein junges Paar aus Winterthur in der Schweiz – auf, um die Welt zu entdecken. Ihre Fahrzeugwahl war objektiv gesehen eine Katastrophe: eine abgerockte Kawasaki KMX 125 Enduro und eine winzige Honda CM125 – zwei Gefährte, die für den Wüstensand von Tunesien denkbar ungeeignet waren.

Unbeeindruckt von solchen Nebensächlichkeiten steuerten David und Isabel ihre Vorderräder Richtung Nordafrika und fuhren mitten im Hochsommer direkt an den Rand der Sahara.

Der Juli ist eine denkbar schlechte Zeit für eine Wüstendurchquerung. Bei 45 °C kocht man in schweren Tourenanzügen im eigenen Saft. Doch die wichtigste Lektion war: Minderwertiges Gepäck bedeutet endloses Improvisieren auf der Piste, wenn man eigentlich nur die Fahrt genießen will.

2006 AUSTRALISCHES OUTBACK

SKIZZEN IM STAUB

David und Isabel überlebten diese erste Tour, verfielen dem Virus der Fernreisen endgültig und stiegen auf zwei KTM 640 Adventure um. Doch das Gepäckproblem verfolgte sie über jede Grenze: In den folgenden sechs Jahren waren ihre Touren durch Europa und das australische Outback geprägt von klemmenden Reißverschlüssen, ausgerissenen Nieten, gerissenen Riemen und ständigen Notreparaturen am Straßenrand.

Eines Nachts im Jahr 2006, tief im australischen Busch, hatten sie endgültig genug.

Im Staub sitzend und im Scheinwerferlicht ihrer Maschinen holten sie ein Notizbuch heraus und skizzierten genau das Gepäck, das sie sich wünschten: einen absolut wasser- und staubdichten, bombenfesten Tankrucksack (den Sandstorm) und ein unzerstörbares Set Softbag-Satteltaschen (die Monsoons).

APRIL 2008 SCHWEIZER SCHUPPEN HQ

DESTRUKTIVE INGENIEURSKUNST

Einen Traum im Staub zu skizzieren ist das eine; ihn eigenständig zu fertigen ein völlig anderes Kaliber. Zurück in der Schweiz tat sich David mit Christoph zusammen, einem Fahrerkollegen aus dem Schweizer KTM Adventure Club, und gründete im April 2008 offiziell Enduristan.

Sie hatten keinerlei Investorengelder, kein schickes Entwicklungsstudio und absolut keine Erfahrung in der gewerblichen Produktion. Was David jedoch mitbrachte, war ein Maschinenbaustudium, rudimentäre Schweißkenntnisse und eine sture Entschlossenheit, niemals aufzugeben.

In einer alten Scheune schweißte David einen eigenen Zugprüfstand zusammen, um hunderte Schnallen und Gurte bis zur Zerstörung zu testen. Bei diesen nächtlichen Aktionen erfand Christoph ganz nebenbei – und patentierte – unsere stufenlose Volumenverstellung (Expandable Volume Technology).

2009 DEUTSCHLAND

DAS ECHTE URTEIL

Zu Beginn konnte sich Enduristan weder bunte Werbeanzeigen noch riesige Marketingkampagnen leisten: Um absolut unabhängig zu bleiben, wählten die Gründer den steilen Weg ohne externes Kapital.

Statt großer Werbeversprechen lud Christoph seinen Bus voll und tourte monatelang durch Deutschland und die Schweiz, um den Sandstorm Tankrucksack skeptischen Motorradhändlern vorzustellen. Die Händler, die das Wagnis eingingen, erkannten schnell, was wir bereits wussten: Fahrer liebten den Sandstorm.

Bis 2010 gewann Enduristan seinen ersten internationalen Partner in Australien (der bis heute an unserer Seite ist); 2011 folgten die Monsoon Satteltaschen.

Wenn man etwas aus reiner Notwendigkeit auf der Piste entwickelt, erkennen andere Fahrer das sofort.

HEUTE WELTWEIT

WO WIR STEHEN

Seit 2008 hat sich vieles verändert, aber unsere Grundsätze stehen wie am ersten Tag. Christoph und Isabel haben sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, und unser ehemaliger langjähriger Marketingleiter Stefano widmet sich eigenen Projekten.

Doch Enduristan ist kein anonymer Konzern geworden. Wir sind nach wie vor ein kleines, unabhängig geführtes Schweizer Unternehmen aus der gleichen Region.

Kein Vorstandssaal, keine Investoren, keine Kompromisse. Wir zelten immer noch im Dreck, fahren an abgelegene Orte und bauen Gepäck für Menschen, die wirklich unterwegs sind.